eben dem Doppelhaus am Frauenplan war das Gartenhaus am Stern Goethes Hauptaufenthaltsort für über sechs Jahre, bis 1.6.1782. für ihn blieb der Garten mit seinem Haus weiterhin sein Lieblingsort in Weimar. Natürlich findet das Gartenhaus vielfache Erwähnung, egal in welchen Büchern, die sich um Weimar oder Goethe drehen.
Ich besitze drei Bücher, die sich alleine mit diesem wichtigen Lebensabschnitt Goethes beschäftigen:
Wolfgang Rödel: Goethes Gartenhaus in Weimar. Zweite Auflage, 1965, Weimar. Goethe-Nationalmuseum und klassische Stätten. 50 Seiten, die neben Goethes Leben im Gartenhaus auch einen ausführlichen Rundgang anbieten.
Uwe Grüning/Jürgen Pietsch: Goethes Garten am Stern. Bucherlag Der Morgen, 1989. Viele schöne Fotos, auf 78 Seiten mehr Goethe als Gartenhaus, und das oft schwülstig. Goethes Gottgleiches Leben am Stern in so 'nem Haus wäre hier ein passenderer Titel gewesen.
Dorothee Arendt/Gertraud Aepfler: Goethes Gärten in Weimar. Edition Leipzig 1994
Dieses Buch habe ich schon genannt. Von den Seiten 9 bis 68 geht es anständig in die Tiefe mit
Vorgoetheschen Besitzverhältnissen, dem Haus und seinem Garten selbst, den Veränderungen u. v. m.
Das Gartenhaus ist in einen Park eingebettet, zu welchem es ein mit 384 Seiten starken Buch gibt: Susanne Müller-Wolff, Ein Landschaftsgarten im Ilmtal, Böhlau 2007. Ein
erstklassiges Nachschlagebuch über das Werden des Weimarer Parks, über
Goethes Gartenhaus und die Parkanlagen der Zeit um 1800 an sich mit
einer Fülle an weiterführender Literatur.
Historische Gartenhäuser des 18. Jahrhunderts sind ein kleines Nebeninteressengebiet von mir geworden. Vielerorts sind sie einzige Relikte, während Gärten und Wohnhäuser längst verschwunden sind. Schöne Beispiele sieht man etwa in Wertheim:
ährend der Arbeit ist in mir der Plan gereift, die kleinformatigen Comics aus den Schubern zu nehmen und sie in eines der oberen, niedrigeren Regale zu stellen. Zufrieden war ich nie darüber, daß ich kleine Comics in hohe Zeitschriftenordner untergebracht habe; das ist, als würde ich Büroklammern in großen Truhen aufbewahren. Heute Nacht, als ich die Katzen rausließ, habe ich es mal eben so umgesetzt. Jetzt stehen die Comics von Clifford, Burini, König (ja, auch als Hetereo kann man Ralf König lesen und gut finden) und Plauen zusammen über den anderen Comics.
Der erfreuliche Nebeneffekt ist, daß ich jetzt einen weiteren der raren elfenbeinfarbigen Zeitschriftenordner "Fjälla" frei habe. Jetzt sind es drei leere dieser Art. DREI! Ich bin beglückt. Meine letzte Zählung ergab, daß ich 33 gefüllte und drei leere dieser hübschen Teile habe. Laut Ikea sollen die auf lange Sicht nicht mehr ins Programm aufgenommen werden. Sie wurden Opfer der "Ich muß raus! Kauf mich, denn ich komme niemals nie nicht wieder (bin plötzlich aber irgendwann doch wieder da, ätsch)!"-Politik des Möbelhauses.
Nebenbei habe ich in Facebook geschrieben und den Kaffee für morgen vorbereitet. Ich habe durch meine nächtliche Arbeit unter der Woche eine andere Sichtweise entwickelt: die Nacht von Samstag zu Sonntag gehört deswegen für mich zum Beispiel bis zum Morgengrauen noch zum Samstag.
Jetzt ist es 4.16 Uhr, Lina ist bereits wieder zuhause, satt und zufrieden. sie hockt im Müffchensitz neben mir auf der Couch und schnurrt sich durch die Nacht. Mit der Musik von Professor Kliq habe ich mich wach gehalten.
as Haus am Frauenplan, das Goethe seit 1782 bewohnte, ist der Entstehung nach nicht ein Haus, sondern es sind zwei Häuser, die durch Verbindungsbauten verknüpft sind. Diese Zweiheit war Goethe durchaus willkommen. In seinen Altersjahren lebte er in dem Hinterhaus als der private Goethe und ging in das Vorderhaus als der offizielle Goethe. (Erich Trunz, Das Haus am Frauenplan in Goethes Alter, Schriften der Goethe-Gesellschaft 61/1980)
Auffällig bei allen kleineren Artikeln in Büchern über Weimar oder Goethe ist, daß
das Haus nie in seinem Gesamtbild betrachtet wird. Gerade das - für
mich - wirkliche Leben wird kaum erwähnt: Küche, Dienerwohnungen,
Christianes Zimmer, die Bibliothek oder die weiteren Wirtschaftsräumlichkeiten werden durch das Hauptaugenmerk auf die Repräsentations-, Sammlungs- und Arbeitsträume überschattet. Der große Mann steht immer im Vordergrund, folgerichtig auch seine speziellen Aufenthaltsorte im Gebäude. Leider stechen auch Bücher, die das Haus alleinig zum Thema haben, darin nicht immer hervor.
Zu Goethe bin ich über Sigrid Damms Buch "Christiane und Goethe" gekommen. Es hat mein Interesse am Alltagsleben dieser Familie und deren Weimarer Wohnhaus ganz besonders geweckt. Ihr Untertitel "Eine Recherche" ist bei fast 540 Seiten vollauf berechtigt. Der Dichter und Wissenschaftler Goethe wird hier zum Mensch Goethe, der, was sein Verhalten gegenüber Christiane betrifft, öfter wie ein Pascha wirkt. Obwohl er weit unter seinem Stand geheiratet und vorher, was noch verpönter war, in wilder Ehe lebte, blieb er ein Mann seiner Zeit, Hausherr und Oberhaupt.
Fast
alle Bücher, die sich thematisch um das Haus am Frauenplan drehen,
vernachlässigen die Jahre vor 1792, als Goethe das Haus komplett in
Besitz bekam. Durch einen Quellenvermerk fand ich das schmale Heft aus
dem Jahr 1932 von Alexander Weichberger, der im Gegensatz zu anderen
eine eingehende Darstellung des Hauses von seiner Bauzeit bis zum
Übergang an Goethe gibt.er bietet dem Leser auch einen detaillierten
Grundriß, in dem alle Zimmer ihre allgemein bekannte Bezeichnung
bekamen. Das sind 58 Seiten, die mich wirklich glücklich machen.
Mit Alfred Jericke und seinem schmalen Buch "Goethe und sein Haus am Frauenplan" von 1964
war für mich wegen dem Gebäude ein Anfang gemacht. Aber ehrlich, abgesehen von den Fotos, endlich
eines auch von der Bibliothek, ist das Hauptaugenmerk nur auf die
Repräsentationsräume und Goethe gelenkt. Das Drumherum, das alles am
Laufen hielt, findet wenig Raum im lediglich durch Absätze gegliederten
Buch.
Mit "Zelters Grundriß-Skizzen des Goethe-Hauses am Frauenplan" von
ErichTrunz im Jahrbuch der Sammlung Kippenberg, Neue Folge/IV 1983,
kam ich schon weiter, denn er hat am Schluß seines Aufsatzes ein wenig
Literatur über das Haus gelistet. Selbst die Gartenhäuser finden eine
Erwähnung und sind auch fotografisch abgebildet. Überhaupt sind die
sechs Abbildungen, vier Grundriße und die Gartenhausfotos, ein Gewinn.
"Goethes Wohnhaus in Weimar", ein großformatiges Buch mit beeindruckenden Farbaufnamen von Jürgen Pietsch gibt einen umfassenden Einblick auf Haus und Hof, bleibt aber im Detail sehr an der Oberfläche. Das Buch ist als Rundgangshelfer für Besucher gedacht, das zeigt auch der in den lose beiglegten Grundriß des ersten Stockwerks eingetragene Laufplan.
Jüngst habe ich "Erich Trunz, Das Haus am Frauenplan in Goethes Alter, Schriften der Goethe-Gesellschaft 61/1980 (Weimarer Studien)" gelesen und habe einen lebendigen Eindruck über den Alltag im Haus erhalten. Ich bin froh, es entdeckt zu haben. Natürlich finden leider auch hier weder Garten, Gartenhäuser, Christianes Zimmer oder der Hof wenig Erwähnung, werden aber durch aufschlußreiche beiläufige Sätze in ihrer Bedeutung für das Haus und Goethe deutlich.
Der Artikel teilt sich auf in:
Das zweiteilige Haus - Das Arbeitszimmer - Wo saß der Schreiber? - Der engste Lebensbereich - Grundriß des ersten Stocks - Die Empfangszimmer - Sammlungszimmer und Treppe - Der Diener und sein Raum - Die Unterbringung der Sammlungen - Das Haus aus der Sicht der Gäste - Quellen zur Geschichte des Hauses - Die Verbindung des Winkeligen und Klaren - Das Persönliche in der Ausgestaltung.
Dieser Band 61 der Goethe-Gesellschaft bietet auch weitere Einblicke in Goethes Leben, vor allem, was seine Sammlungen und die um die 8000 Bücher umfassende Bibliothek betrifft.
Heute endlich habe ich ein Buch erhalten, das wirklich allumfassend ist. Es bietet auf 160 Seiten Beiträge mehrerer Autoren. Herausgegeben hat es die Stiftung Weimarer Klassik 1996, und heißt schlicht "Goethes Wohnhaus".
Die Beiträge sind vielversprechend:
(Einleitung) Zur Geschichte des Goethehauses - Die Goetheschen Sammlungen
(Rundgang) Zur Benutzung - Erdgeschoß - Treppenhaus - Gelber Saal - Kleines Eßzimmer - Brückenzimmer - Gartenzimmer - Christianezimmer (Vorzimmer/Große Stube/Wohnzimmer) - Kleine Küche - Großes Sammlungszimmer - Majolikazimmer - Deckenzimmer - Junozimmer - Urbinozimmer - Vorzimmer - Bibliothek - Arbeitszimmer - Schreibzimmer - Remise - Hausgarten - Steinpavillon.
Sodann am Schluß Literatur zur Auswahl, Personenregister und Abbildungsnachweis; unterstrichen habe ich die Hausbereiche, die bei anderen Autoren fast immer in der Gesamtschau des Hauses vernachlässigt und mit vielleicht ein oder zwei Sätzen erwähnt werden. Viele Skizzen, Grundriße und Fotos machen das Buch zum endgültigen Haupttreffer meiner Sammlung.
In diesem Buch aus dem Jahre 1975 wird das Werden Weimars in den Jahren um 1760 bis 1850 durchleuchtet. es ist auch gleichzeitig als "Goethe und Weimar" zu sehen. Das Haus am Frauenplan bekam neben vielen Erwähnungen ein eigenes Kapitel, das aber wenig Neues bringt, dafür eine ausführliche Betrachtung der italienischen Treppe. Für die baugeschichtliche Entwicklung von Profanbauten im 19. Jahrhundert, und auch Studien zu gesellschaftlichen Verhältnissen im 18. Jahrhundert ist das Buch sehr interessant.
Der große Garten des Goethehauses findet in Dorothee Arendts akribischen Buch "Goethes Gärten in Weimar"(Edition Leipzig 1994) seine detailreiche Würdigung. Zuerst wird der Garten am Stern thematisiert, dann folgt von Seite 69 bis 123 mit vielfältigen Kapiteln der Hausgarten. Geschichte, Besitzverhältnisse, Bedeutung für Goethe, Christianes Wirken, die einzelnen Pflanzen und weiteres interessante kann man darin erfahren. Es setzt den Schlußpunkt für eine ausführliche Betrachtung des Hauses am Frauenplan.
Zufällig fand ich bei Booklooker noch ein kleines, gebundenes, sehr hübsches Buch: "Die kleine Welt am Frauenplan, der Alltag Goethes mit Christiane Vulpius" von Chris Stadtlaender (Pendo Verlag, 2001). DIESES Buch füllt das Haus wirklich mit Leben. Es ergänzt, wo viele aussparen. Der Inhalt geht mit vielen kleine Kapiteln chronologisch durch das Leben des Paares. ich lege es jedem ans Herz, der einen ersten umfassenden, aber doch tiefen Einblick in Goethes Welt und Charakter werfen möchte.
Weiterhin verweise ich auf meinen Blogeintrag über Goethes Dienerschaft
Hier werde ich noch ein paar weitere Bücher eintragen, meine Suche hat noch kein Ende.
it den Geschichten von Vater & Sohn, die immer samstags in der Main Post im Wochenendteil gedruckt wurden, bin ich in den 1970ern aufgewachsen. Die Nostalgie hat mich gepackt und ich habe die Gesamtausgabe des Nikol-Verlages gekauft. Äußerlich schön aufgemacht, bietet es neben dem Inhaltsverzeichnis lediglich alle 194 Comicstrips, die Herr Plauen gezeichnet hatte, chronologisch angeordnet. Dafür bietet die Wikipediaseite einen sehr guten Artikel über Vater & Sohn und ihren Schöpfer.
Der Suedverlag bietet mit seiner Gesamtausgabe gegenüber der 256-seitigen Ausgabe von Nikol auf 320 Seiten wesentlich mehr, nämlich u. a. ein kurzes Autorenprotrait und eine Liste der chronologischen Erstveröffentlichungen mit Datum und Medium.
Es gibt zwar einen Zeichner, der neue Geschichten herausgebracht hat, aber das ist einfach nicht das Original. Nein-nein, das gefällt mir wirklich nicht.
o wie Waterloo, D-Day oder Fredericksburg ist "Custer's last stand" eine der am besten erforschten Schlachten der Menschheitsgeschichte - so meint man. Tatsächlich sind besonders im 21. Jahrhundert neue Erkenntnisse hinzugekommen, auch die einseitige Sichtweise früherer Jahrzehnte wird nicht mehr weitergetragen. Die Sachbücher zeigen sich ausgewogener und geben auch den Ureinwohnern Nordamerikas eine Stimme.
Zwei der besten deutschsprachigen Bücher tummeln sich bei mir im Bücherregal:
Winklers "Deutsche und Schweizer in der Schlacht am Little Big Horn 1876" beschäftigt sich auf 118 Seiten ausschließlich mit den 131 deutschen Einwanderern bzw. Deutschstämmigen in der 7. US-Kavallerie, ohne dabei einen eingeschränkten Horizont vorzuweisen. Es bietet interessante Einzelschicksale.Der Übersetzer ist der Amerikakenner Dietmar Kuegler.
Inhalt:
Deutsche und Schweizer in den Vereinigten Staaten
Deutsche und Schweizer in der 7. Kavallerie
Der Hintergrund des Krieges
Der Feldzug am Little Big Horn
Die Deutschen und Schweizer bei Reno während des Kampfes im Tal
Die Deutschen und Schweizer in Custers Kolonne
Deutsche und Schweizer in der 7. Kavallerie nach der Schlacht am Little Big Horn
Bibliogaphie
Arne Köhlers "Mythos Little Big Horn" ist mit 436 Seiten für mein empfinden DAS Buch über diesen verhängnisvollen Tag schlechthin. Kein Detail wird außer Acht gelassen. Der Inhalt verteilt sich auf sechs Teilbetrachtungen mit vielen Unterkapiteln:
Der Weg zum Little Big Horn
Die Hauptpersonen
Gegner am Little Big Horn
Der Feldzug von 1876
Die Schlacht am Little Big Horn
Mythos Little Big Horn.
Zum Schluß gibt der Autor eine kurzgehaltene Analyse über die Spielfilme zur Schlacht. Es verwundert nicht, daß "Sein letztes Kommando" mit Errol Flynn, 1941, wenig Begeisterung findet. Der beste und authentischte Spielfilm ist nach wie vor der Zweiteiler "General Custers letzte Schlacht", 1991.
nd immer wieder wollte ich es eigentlich lesen. Warum habe ich es noch nicht getan? Es kam immer ein anderes dazwischen. Aber jetzt geht es ihm an die Seiten.
Seefahrergeschichten, teils gruseligem, teils abenteuerlich und romantisch. Ein oder zwei sind mir bereits bekannt. Der Herausgeber Manfred Kluge ist mir oft für seine Fähigkeit aufgefallen, für die vielfältigen Heyne-Anthologien thematisch passende und ausgewogenen Kurzgeschichten zusammenzustellen.

eute habe ich einen nächtlichen Gedanken während der Arbeit in die Tat umgesetzt. In meine nunmehr 30 Ordner und eine Kiste umfassende Comicsammlung hat sich eine unschlüssige Form der Reihung eingeschlichen. anfangs habe ich, wie man es gewohnt ist in westlichen Ländern, von links nach rechts mit Band 1 bis zum letzten Band einer Serie angefangen. Die neu dazu gekommenen Serien dagegen habe ich so in die Zeitschriftenschuber gesetzt, daß Band 1 oben aufliegt, wenn ich sie herausnehme. Es ist also die umgekehrte Reihenfolge, der Blick geht von rechts nach links. Damit es wieder einheitlich ist, habe ich das neues System übernommen.
Wie es so ist, habe ich mich zwischendrin natürlich festgelesen. War glasklar, das hat dann natürlich alles länger gedauert, ich bin aber trotzdem heute damit fertiggeworden und es hat richtig viel Spaß gemacht.