Freitag, 16. November 2018

Joyce Carol Oates

ank der vielen Veröffentlichugnshinweise der Autoren im Buch 999 - Festmahl des Grauens konnte ich eine Horrorkuzrgeschcihtensammlung von Joyce Carol Oates  fnden. Für Sarrantonios Buch hatte sie die herrliche Geschichte Die Ruinen von  Contracoeur geliefert. Als ich es aus der Versandtasche auspackte, habe ich mich mal wieder prompt in ein Taschenbuch verliebt. Das Geschicht des Buches zeigt in harmonischer Färbung ein Haus, das mir als Eigentum sehr gefallen würde. Das Bild  scheint speziell für dieses Buch entstanden zu sein. 


Das Buch selbst ist 1998 beim btb (Besondere Taschenbuch)-Verlag erschienen, schöne, feste Buchseiten, Kurzinfo zu Buch und Autorin, Hinweise auf weitere Werke der Autorin. Alles in allem liebevoll aufgemacht. Es ist die deutsche Übersetzung der Originalausgabe Haunted. Tales of he Grotesque.
Sechzehn Geschichten von einer der großen amerikanischen Autorinnen der Gegenwart, die das gesamte Genre des „gothic writing“ umfassen: von der klassischen Schauergeschichte und der psychologischen Horrorstory über in absolute Alpträume umschlagende Begebenheiten und ausgeprägt Makaberes bis hin zu surreal Groteskem, so verspricht der Text auf der Rückseite. Ich bin  gespannt, ob das Lob der Welt am Sonntag richtig ist: "Ein ungeheuer fesselndes Buch!". Wenn es schon ein Ausrufezeichen hat, muß des den Rezensenten damals beedinruckt haben, oder übertreibt er? Es wird sich zeigen. Und wie ist es mit der Anischt  aus der Zeitschrift Für Sie? "Meisterhaft zieht Joyce Carol Oates alle Register, so daß auch die anerkanntesten Autoren der Gattung neidisch werden dürften. Gänsehaut-Garantie! Besser nicht vor dem Schlafengehen lesen!" Ui, gleich zwei Ausrufezeichen im Text, das kann doch nur gut sein. Dann kommt der Dämpfer: Melli, die Zahnfee hat Zahnschmerzen bei diesem Buch.

 Die Geschichten sind in vier nicht weiter erläuterte Teile gegliedert. 
Erster Teil: Das Spukhaus, Die Puppe, Der Bingomaster, Die weiße Katze.
Zweiter Teil: Das Modell. Von Seite 129 bis 187 schon ein kleiner Roman.
Dritter Teil: Mildernde Umstände, Traust du mir denn nicht?, Der schuldige Teil, Das Vorgefühl, Phasenübergang.
Vierter Teil: Armer Bibi, Thanksgiving, Blind, Der Radioastronom, Die fluchbeladenen Bewohner des Hauses Bly, Martyrium.
Nachwort über das Groteske in Kunst und Literatur. Von der Autorin selbst verfaßt.

Donnerstag, 15. November 2018

Albertine von Grün

in Buch, das mir sehr am Herzen liegt. Es stammt aus meinem Regalfach für „Biographien des 18./19.. Jahrhunderts“. Das schwer wirkende Buch hat das nicht alltägliche Format von 20,5 cm Höhe x 15,5 cm.Breite.
Passend zum Namen der Dame ist es in einem schönen Grünton gehalten. Der Einband zeigt das einzig erhaltene Portrait von Albertine von Grün, einen Scherenschnitt.

Die Biographie über diese Bürgersfrau aus der Mittelschicht gelangte mir vor vielen Jahren durch Zufall in der Universitätsbibliothek Würzburg vor die Augen. Es hat mir auf Anhieb sehr gefallen. Damals wußte ich noch wenig über Goethe oder ihre Brieffreunde Merck und Klinger. Mit der jüngsten Vertiefung in das Leben Goethes und das 18. Jahrhundert an sich kam mir wieder dieses Buch in den Sinn und ich kaufte es.
In den 256 Seiten steckt eine Fleißarbeit, die ich als Prototyp für eine gelungene Biographie erachte. Goethe und Albertine haben sich nie kennengelernt. Ihre Briefe sind nur durch die Goetheforschung bekannt geworden. Mit Sicherheit gab es mehr Korrespondenz, aber lediglich jene zu den Freunden und Bekannten Goethes blieb erhalten.
Leider verstarb Albertine von Grün sehr jung, sie lebte von 1749-1792. Ihre Lebensorte beschränkten sich auf den Westerwälder Ort Hachenburg und Besuche in Darmstadt.

Vor 1930
Das Grabmal mußte unverständlicherweise einer Straßenerweiterung weichen. Der große Baum und das Grab, nicht mehr vorhanden. Es stimmt einen schon traurig, wie sorglos die Nachkriegsjahrzehnte mit Bau- und Kulturdenkmälern zugunsten des Verkehrs umgegangen sind.
„Das Grabmahl der Albertine von Grün (1749-1792) wird von einem eingemeißelten Totenkopf gekrönt. Dank einer vom Verein für ländliche Wohlfahrtspflege veranlassten Renovierung (1929) ist auch die Inschrift des Gedenksteins noch lesbar: Hier schlummert einer frohen Auferstehung entgegen der Leichnam der Hochwohlgeborenen Fraeulein Albertine Grün. Sie ward geboren den 11ten Octobris 1749 und starb den 12ten May 1792 in der Mitte ihres thaetigen menschenfreundlichen Lebens. An ihrem 200. Todestag wurde der mittlerweile stark verwitterte Grabstein durch eine davor liegende Marmortafel ergänzt, die Steinmetzmeister Sedone der Stadt Hachenburg als Geschenk überließ. Die offizielle Feierstunde zum Gedenktag fand im Beustschen Haus statt." (aus: Heinrichs, Günther: Vom Leben im Hachenburger Land. Der Hintergrund zu heute. Bad Marienberg 1976, S. 103 sowie >Inform< - Wochenzeitung mit den öffentlichen Bekanntmachungen der Verbandsgemeinde Hachenburg, der Ortsgemeinden und des Zweckverbandes. Verlag Linus Wittich Höhr-Grenzhausen 5.6.1992)

Für Hachenburg selbst ist Albertine von Grün von großer Bedeutung. Sowohl der Grün'sche Hof wie das Beust'sche Haus existieren noch, eine Straße trägt ihren Namen und ein neues Buch ist über sie erschienen (besitze ich leider noch nicht – Hrsg.Grabowski R., Meine Albertine von Grün 1. Aufl. - Hachenburg, 2014). Der Grün'sche Hof ist Bestandteil der Hachneburger Brauerei und liegt außerhalb des Altortes. Man muß schon gezielt diesen Ort abseits einer Stadtbesichtigung aufsuchen.





 Der Inhalt des Buches ist in drei Hauptkapitel gegliedert:
  • Albertine von Grün (Vorstellung der Person)
  • Ihr Freundeskreis:
        • Marianne Höpfner
        • Julius Höpfner
        • Caroline von Wieger
        • Johann Heinrich Merck
        • Friedrich Maximilian Klinger
        • Ernst Christian Schleiermacher
        • Anton Matthias Sprickmann
  • Briefe
  • Erläuterungen
  • Albertine von Grün im Urteil ihrer Nachwelt
  • Zusammenfassung und Würdigung
          • Lebenssituationen
          • Das Klinger-Erlebnis
          • Freundschaften
          • Albertine als Schreiberin
          • Schwärmerei, Naturerlebnis, Heimatgefühl
          • Fazit ihres Lebens
  • Zeittafel
  • Namensregister
  • Benutzte Literatur
  • Anmerkungen der Herausgeber
  • Die Herausgeber
    * Heinrich Schneider
    * Fritz Ebner
    * Herta Eisnach

Hier einige weiterführende Links:
  • über Albertine von Grün: L i n k
  • über den Grün'schen Hof:  L i n k
  • über das Beust'sche Haus: L i n k
    Facebookseite über Albertine von Grün (von hier habe ich auch das Foto der  Grabmalgegenüberstellung 1930-2014) L i n k 

Mittwoch, 14. November 2018

Drei aufeinmal, Januar 2018 und heute.


un ist es also passiert. Zum Glück habe ich damit gerechnet und meinen nicht mehr erreichbaren Blog komplett abgespeichert. Er ist gelöscht, ob vom Anbieter oder dem Dreckskerl von Hacker, das weiß ich nicht (möge ihm das restliche Leben zur elenden Qual verkommen).
Jetzt werde ich also sämtliche alten Postings über Bücher und Comics von dem alten Blog hier wieder einfügen. Nach und nach.
Da ich im Augenblick wieder drei Bücher auf einmal lese, setze ich  eine Erinnerung vom Jahresanfang (25.1.2018) ein.

Ich schrieb:
"Für gewöhnlich lese ich zwei Bücher nebeneinander, ein Sachbuch und Belletristik. Augenblicklich aber sind es gleich drei unterschiedlicher Genres. Multireading total.  Es sind die Bücher "Hoch auf dem Erntewagen" (Verlag Zeitgut 2010),  Hetty E. Verolmes "Wir Kinder von Bergen-Belsen (Beltz-Verlag 2005) und "Ratten" (Wilhelm Heyne Verlag 1993). Ein Erlebnisbericht aus der Zeit des Holocausts, Kindererinnerungen quer durch Deutschland von 1918-1968 und Viecherhorror, sehr durchmischt

 "Hoch auf dem Erntewagen" ist der fünfte Band der Reihe Unvergessene Dorfgeschichten. Ich habe es 2010 meiner Mutter ausgeliehen, als sie im Altersheim war. Leider ist es dort verschwunden. Kürzlich habe ich es mir nachgekauft. Die Titel der Kurzgeschichten lauten:

Alles bloß Stroh? - Baron Bless - Anna - Bei Geld hört die gute Nachbarschaft auf - Nachtwächters Ruf - Schlagfertig - Das Pfarrhaus in Burghaslach - Die fast politischen Eier - Kindheit zwischen Hils und Selter - Bohnenfitztage - Gespenster in der Räucherkate - Wundersame Heilung einer Königin - Der Maitanz - Tanz Püppchen, tanz! - Mit Rudi übers Stoppelfeld - Die pommerschen Paradiese - Der Siebenriemer - Erntefest in Hirschberg - Die Küken-Rettungsaktion - Die Kaninchen - Eine neue Welt - Der Schmied als Kanonier - Mein letzter Tag auf Gut Grunwitz - Der Müllermeister - Der stumme Knecht - Fuggern am Rhein - Vater und die "Bülleke" - Zehn Jahre auf dem Land - Die Schnapsbrenner und andere Erlebnisse - Durchgegangen - Schabernack auf Gut Margaretenhof - Beim Abt brennt's! - Der Bulle vor dem Pflug - Lotte - Bauernsonntag - Tagesschau im Dorfgasthaus - Der Ausrufer - Er war einer von uns - Ortsbiwak - Schlachtefest -  Dorffriseur - De nie Preester - Jahre am Fluß -Farkengriepen.

"Wir Kinder von Bergen-Belsen" erzählt die Geschichte einer Familie sogenannter Austauschjuden, die in einem Sonderlager von Bergen-Belsen gegen deutsche Kriegsgefangene ausgetauscht werden sollten. Von Moant zu Monat wurde das Dasein allerdigns immer schlimmer, von einem Austausch war keine Rede mehr.
Besonders die Seiten 96ff sollten sich Menschen wie eine Haverbeck und ihre Sympathisanten zu Gemüte führen, denn hier erfahren die Bergen-Belsener durch umgesiedelte Auschwitz-Insassinnen von den Verbrennungen und den Gaskammern., was die kleine Hetty lange nicht  nicht verarbeiten kann. Sie kann es nicht verstehen, wie grausam die SS sein kann. Am aufwühlendsten ist Kapitel 6. In ihm schildert Hetty die Reaktionen der Kinder, als ihre Eltern aus dem Lager deportiert werden und sie für Tage sich selbst überlassen wurden. Auf den letzten Seiten ist das Transkript einer Befragung Hettys durch Patrick Gordon-Walker, Journalist des BBC,  am 15./18.April 1945 im Lager Bergen-Belsen..

Link über Hetty bei Wikipedia

Link zu einer sehr guten Rezension 

Über Bergen-Belsen mit Filmmaterial kurz nach der Befreiung:

Dokumentation über Bergen-Belsen:
 Bergen-Belsen (Achtung, anderthalb Stunden lang)

 Über Luba gibt es lediglich ein einziges englischsprachiges Buch:


 "Ratten" ist eine durch Joachim Körber herausgegebene Sammlung von Horror-Kurzgeschichten, in denen auf direkte oder indirekte Weise Ratten zum wichtigen Inhalt werden.

 Während den Aufnahmen der Bücher leistete  mir seinerzeit Gina Gesellschaft. Auf dem Tisch liegt ein Schaffell, auf dem die Katzen gerne liegen und aus der Balkontür schauen. Abends, wenn Claudia zum DVD- oder Fernsehschauen zu mir hoch kommt, stelle ich diesen Tisch etwas quer,. Das ist für Lina das Zeichen, daß gleich ihre Dauerbekraulerin erscheint. Sie springt auf den Tisch und läßt sich verwöhnen.
















 
Heute dagegen schläft sie einen tiefen Schlaf. Sie war die Nacht zuvor lange draußen, es war kalt, das Futter zu schnell aufgegessen und Papa war nicht da, das hat gestreßt. Wenn sie ihre Ruhe haben möchte und einen Tiefschlaf hält, zieht sie sich in ihr Häuschen auf dem Kühlschrank zurück. ein sichtbares "Bitte nicht stören!"




Jetzt sind es wieder drei, die ich nebeneinander lese, das eine, 999 - Festmahl des Grauens, habe ich bereits unter Heyne - "die unheimlichen Bücher" und "Allgemeine Reihe" %20-%20Heyne vorgestellt. Darin werde ich noch länger lesen, bei 940 Seiten ist es auch nicht verwunderlich.Augenblicklich bin ich bei "Quälgeister" von Eric Van  Lustbader


Weil ich vor ein paar Tagen den Fim "Dunkirk" gesehen habe, lese ich  das Buch "Dünkirchen - Operation Dynamo" von Richard Collier, für die deutsche Seite habe ich das leider wesentlich dünnere Buch von Hans Holl, auch mit dem Titel "Dünkirchen". ich werde es anschließend lesen.
Dokumentation über Dünkirchen in zwei Teilen:
Dünkirchen bei Phoenix

Buch Drei ist eine Biographie über den Schweizer Johann Heinrich Meyer, einen engen Freund Goethes. Der Auto hat es lebendig und informativ geschrieben. Kein trockenes Lesefutter. Der Mensch "Kunschtmeyer" dagegen scheint auf den ersen Blick selbst ein trockener, langweiliger und unscheinbarer Hausgenosse gewesen zu sein, wenn da nicht manch sarkastische Antwort und  Zeichnung von ihm wäre, die einen leisen Humor zeigt.







Sonntag, 4. November 2018

Zeitzeugen des Sezzesionskrieges

n Kirchheimbolanden lebt Florian Dexheimer, dem es zu verdanken ist, daß Tagebücher aus dem Amerikanischen Bürgerkrieg ins Deutsche übersetzt und für jedermensch verfügbar sind.
Nach und bereits während des Krieges haben viele Soldaten und Zivilisten darüber geschrieben, was sie während dieser fünf Jahre  erlebten.
Ich wünsche mir sehr, daß Dexheimer seine lobenswerte Reihe fortführen wird. Bislang umfaßt seine Serie neun Bücher, die ich hier chronologisch vorstellen möchte.


erschienen 2008
Der Südstaatler Samuel "Sam" Rush Watkins war Angehöriger der Kompanie H /1. Tennesee-Regiments und zu Ende des Krieges Leutnant. Seinen Kriegsdienst beendete er selbsttätig als einer der vielen Deserteure dieses Jahres.
Seine Stationen sind Shiloh, Corinth, Tupelo, Kentucky, Murfreesboro, Shelbyville, Chattanoga, Chickamauga, Missionary Ridge, Dalton, Hunderttageschlacht (Atlanta-Feldzug 1864 mit vielen Einzelgefechten), Atlanta, Jonesboro Kämpfe in Tennessee.


erschienen 2014
Der Nordstaatler Elisha Hunt Rhodes wird vielfach in der Dokumentation "Civil War - Der Amerikanische Bürgerkrieg" von Ken Burns zitiert.  Er war Angehöriger der Kompanie D/ 2. Rhode Island-Infanterieregiments der Potomac-Armee.  Neben vielen Kleingefechten erlebte er First Bull Run, second Fredericksburg, Salem Heights, Gettysburg, Fort Stevens und den Appomattox-Feldzug. Den Krieg beendete er regulär als Offizier.




erschienen 2014
 Der Nordstaatler Henry Gerrish bzw. Heinrich Gerisch, Migrant aus Hessen,  war Angehöriger der Kompanie A/7. New York Infanterie-Regiment.der Potomac-Armee. 
Er erlebte Big Bethel, die Sieben-Tage-Schlacht während des "Halbinsel-Feldzuges"und Antietam.  Er verließ die Armee zu Ende des Krieges als einfacher Soldat. 
erschienen 2015
Lt. Col. Arthur James Lyon Freemantle der Coldstream Guards wurde in einigen Szenen des Filmes "Gettysburg" gewürdigt.  Er war während des Bürgerkrieges im Sommer 1863 Schlachtentourist aus England.  Sein Reisetagebuch gibt ein lebendiges Bild der Südstaaten des Jahres 1863 wieder, schnörkellos und nüchtern.


erschienen 2016
Der Nordstaatler Leander Stillwell erlebte 1862 mit Shiloh seine erste Schlacht des Krieges.  Er war Angehöriger der Kompanie D/ 61. Illinois Infanterie-Regiments und war zu Ende des Krieges First Lieutenant. 
Seine Stationen waren Shiloh, Corinth, Bethel, Bolivar, Salem Gottesacker, Vicksburg, Devalls Bluff und Little Rock, Murfreesboro, Oberalls Creek, Schlacht an der Wilkinson Mautstraße und diverse kleine Scharmützel.


erschienen 2016
Der Südstaatler Carlton McCarthy, Angehöriger und Artillerist der Kompanie B/Richmond Howitzer Battalion, Nord-Virgina-Armee, war von 1864-1865 Soldat und überlebte den Krieg.  In seinen Erinnerungen schildert er das alltägliche Leben der Soldaten.


"Zwanzig Monate in Kriegsgefangenschaft: Erlebnisse eines deutschstämmigen Unionsoffiziers in konföderierten Gefängnissen von Bernhard Domschke", erschienen 2016, fehlt mir noch.

"Hartkeks & Kaffee: Das Alltagsleben des Unionssoldaten im Amerikanischen Bürgerkrieg",  von John Billings,erschienen 2017, fehlt mir noch.
erschienen 2018
John Overton Castlers Memoiren bildeten einen Grundstock für den Film "Gods and Generals.  Er war Angehöriger der Kompanie A/33. Virginia Infanterie-Regiment in der Stonewall-Brigade.Zu Anfang  1865, kaum nach seinem Übergang in die 11. Virgina-Kavallerie, wurde er gefangengenommen.  Seine Stationen waren First Manassas, Shenendoah-Feldzug, Kernstown, CrossKeys/Port Republic, Malvern Hill, Cedar Mountain, Second Manassas, South Mountain, Antietam, Chanclorsville, Culpeper, Gettysburg, Mine Run-Feldzug, Wilderness/Spotsylvania, Bethesda Church, Second Cold Harbor, Schlachten im Shenandoha-Tal, Cedar Creek,.

Oft sind die Bücher mit Illustrationen verschiedenster Quellen versehen und auf den letzten Seiten sind Gefechtsberichte der Regimenter angehängt.

Donnerstag, 18. Oktober 2018

Eine kleinformatige Leidenschaft

 or langer Zeit kaufte ich, weil sie hübsch anzusehen waren, zwei schmale, kleine Bändchen mit dem Titel "Mit Goethe durch das Jahr".  Lange habe ich sie ohne tieferes Wissen über Goethe in einem Buchregal stehen gehabt;  nun seit mein Interesse für Goethe, seine Zeit und die Menschen, mit denen er kurz oder länger zusammenkam, geweckt ist, stellten diese zwei Büchlein den Grundstock für mein Ziel dar, alle Bücher aus dieser Reihe zu erwerben.
24 Stück hatte  ich bereits bis Mitte Juni 2013 gesammelt, was wenig  gegenüber der Tatsache war, daß diese Hefte seit 1965 herauskommen, zumindest in der Form mit einer bestimmten Thematik, seit Frau Biedrzynski die Gestaltung und Herausgabe übernommen hat.
Jetzt, Oktober 2019, besitze ich alle Bändchen, die sich auf ein bestimmtes Thema beschränken und nicht wie vor 1965 wahllos zusammengestellt wurden.

Effi Biedrzynski hat mit dieser schönen Idee  in jedem Band ein kleines Fenster in die "Goethezeit" geöffnet, die  es erlaubt, sich Stück für Stück ins 18. und frühe 19. Jahrhundert zu vertiefen.
Jeder Band hat ein bestimmtes Thema, das entsprechend  vorgestellt wird und nicht die Tendenz hat, sich abseits dieses speziellen Fadens zu zerfransen. Zudem hat er die Form und Größe eines Taschenkalenders, der für jeden Tag des Jahres ein Goethezitat bietet - mal weise, mal launisch, mal deutlich widerlagbar.  Die Seiten sind durch viele passende zeitgenössische Zeichnungen, Portraits, Briefausschnitte und mehr aufgelockert.



Ich habe für mich ein System ausgedacht, mit dem ich jedes Thema schnell herauspicken kann, sollte ich mich intensiver damit beschäftigen: Klebeetiketten, die sich nicht wie Preislabels fest mit dem Buch verbinden, sondern ohne Spuren zu hinterlassen, wieder abzumachen sind.  Auf diese Etiketten habe ich zuerst in rot, dann nach einer Veränderung  in schwarz in Kürze das Buchthema aufgeschrieben.




Hier eine Liste der Hefte mit den Themen. Seit 1964 werden die Hefte einem bestimmten Thema zugeordnet und ich denke, es gibt gewiß Goethefreunde, die  wissen wollen, worin es in diesen Kalendern geht.  Erst ab 2006 wurde das Thema auf dem Buchumschlag bekanntgegeben, davor  gab es bis 2003 auf der letzten Seite eine mit den Worten "Gegenstand des diesjährigen Kalenders ..." und in jüngerer Zeit mit "Zum diesjährigen Kalender" beginnende Einführung in das Buch.
Ein genaues Inhaltsverzeichnis wurde zusätzlich ab 1991 auf der letzten Seite eingeführt.



 Jedes Bändchen für sich ist eine schnelle Einführung in bestimmte Lebensbereiche und das Umfeld Goethes. Die Reihe "Mit Goethe durch das Jahr" ist auf jeden Fall eine schöne Bereicherung der eigenen Bibliothek.






Der neueste, sehr interessante Band für das Jahr 2019 behandelt ein besonders pikantes Thema, den Mordfall an einem Dichter und Intimfeind Goethes.  Kotzebue wurde das Opfer eines Fanatikers namens Karl Ludwig Sand .
Dieses Buch zeigt eine Veränderung im Erscheinungsbild: die erste Hälfte umfaßt das Essay, die zweite Hälfte das Kalendarium.







Montag, 1. Oktober 2018

Bändchen für Bändchen - Verlag für Amerikanistik

er Verlag für Amerikanistik, existent seit 1983, führte von 1988 bis 1994 eine kleine Reihe mit 26 Bänden zu je etwa 64 Seiten  über den amerikanischen Bürgerkrieg.  Es war für mich nicht leicht, sämtliche Titel ausfindig zu machen.
Letztendlich konnte ich nun eine vollständige Liste für Interessierte erstellen.
Ein paar Titel beteiligter Autoren aus späteren Jahren  sind dabei, denn ich denke, die "rote Reihe" kann man als Fortführung der "blauen Reihe" nach einer langjährigen Publikationspause ansehen.  Dazwischen gab es ein paar Bände, die an die "blaue Reihe" anschloßen, aber eine etwas andere Aufmachung aufwiesen, sie kann man als Übergang zur "roten Reihe" betrachten.

Der Band "Chattanooga 1863" hat auf dem Buchrücken einen Fehler, hier steht fälschlicherweise "Appomatox 1865"
Heute sind die Bücher teils vergriffen, teils teuer, andere wiederum sind für wenig Geld zu erhalten. Alle habe ich bislang noch nicht bekommen können.
Stück für Stück reiht sich aber ein.




Noch fehlen mir:
Öfele: Die schwarzen Truppen
Papp: General Nelson A. Miles
Solka: Die Zuaven des amerikanischen Bürgerkriegs
Kuegler: Die Armeen der Südstaaten im amerikanischen Bürgerkrieg 1861 - 1865