Sonntag, 26. April 2020

Der General und der einfache Soldat

lorian Dexheimer hat zwei Bücher herausgebracht – sie bilden die Bände 10 und 11 seiner Reihe -, 
die bemerkenswerte Kontraste bieten. Zum einen die Erinnerungen von William A. Fletcher, einem Texaner, der nichts anderes als einfacher Soldat bleiben wollte. Seine Beförderung zum Corporal schlug er aus. , zum anderen die von einem Offizier namens Eppa Hunton II., der es vom Colonel bis zum Brigade-General brachte.
Die Charaktere sind sehr unterschiedlich. Fletcher mag ich als Aufschneider bezeichnen. Seine Memoiren lesen sich, als sei er stets Herr der Lage in jeder Situation und alle anderen, die ihm gegenübertraten, ängstliche Wesen. Das Grundkonstrukt mag stimmen, doch vieles wirkt sehr geschönt. Hunton dagegen zeigt sich bescheiden, zeigt aber auch widersprüchliche Charakterzüge. Das Züchtigen des Sohnes gehörte dazu, wie das gleichzeitige Bedauern, ihn einmal aus falschen Verdächtigungen heraus geschlagen zu haben. Er nahm sich vor, nach dem krieg diese Form Erziehungsmaßnahmen etwas einzuschränken
Beide waren Teilnehmer der Schlacht von Gettysburg. Fletcher beim Sturm auf den Little round top, aber nicht gegen das berühmte 20. Maine und kam ohne Blessuren davon. Hunton dagegen war einer von vier Offizieren, die bei Pickett‘s Charge zu Pferde waren. Kurz vor Erreichend es Steinwalls wurde er verwundet. Sein Kapitel „Einige Gedanken zur Schlacht von Gettysburg“ geben aufschlußreiche Auskünfte über den Angriff und räumen auch mit Mythen auf. Er gibt den Generälen Ewell und Longstreet die Schuld an der Niederlage. Tatsächlich erwog man ein Kriegsgerichtsverfahren gegen Longstreet, sah aber wegen den Popularität und Freundschaften zu vielen Offizieren der Südstaatenarmee davon ab.
Hunton, der während der Schlacht Picketts Brigade befahl, war eigentlich Kommandeur des 8. Virginia. Als er dieses am Angriff beteiligte Regiment sammeln ließ, waren nur noch zehn von zweihundert übrig.
„Ich bin seit dem Ende des Krieges mehrmals eingeladen worden, das alte Schlachtfeld von Gettysburg abzuschreiten, aber mir fehlt schlicht der Mut dazu. Würde ich über jenes Feld gehen, über das wir am 03.Juli 1863 angriffen, so könnte ich nur auf verschiedene Stelen deuten und sagen: „Hier fiel Captain Green. Hier fiel Captain Bissell. Hier fiel Captain Grayson. Hier fiel Captain Ayres“ und etliche mehr. Der Anblick des Bodens, auf dem so viele meiner Freunde beinahe zeitgleich ihr Leben ließen, wäre womöglich mein Ende.“ so Hunton.
Fletchers Weg bei Gettysburg

Huntons Weg bei Gettysburg

William A. Fletcher war Soldat in der 5th Texas Infantry, 8. Kompanie von 1861-1864. Nach einer Fußverletzung dann ab März 1864 bis zum Ende des Krieges in der 8th Texas Cavalry und stets bei der Army of Northern Virginia. Er war beteiligt an: Sieben-Tage-Schlacht, Second Manassas, Fredericksburg, Gettysburg, Chickamauga.

Hunton war Befehlshaber der 8th Virginia Infantry und später von Pickett‘s Brigade, stets in der Army of Northern Virginia. Er war beteiligt an: first Manassas, Ball‘s Bluff, Second Manassas, Sharpsburg, Fredericksburg, Chancellorsville, Gettysburg, Mine Run, Cold Harbor, Petersburg, Five Forks, Sailor‘s Creek.

 

Donnerstag, 19. März 2020

Drei neue "Alte"

iese drei Taschenbücher sind absolute Zufallsfunde, die ich über https://picclick.de/ mit den Stichwörtern "Spukgeschichten" und "Gespenstergeschichten" gefunden habe.
Das Schreckhupferl beinhaltet Geschichten von Schweizer Autoren aus den 1970ern und frühen 1980ern.  
Gespenstergeschichten aus der Herder Bibiothek, 1962, umfaßt relativ unbekannte Kurzgeschichten aus der Zeit um 1900 bis vor dem zweiten Weltkrieg.
Spukgeschichten wartet neben  Sagen, Legenden und Geistergeschichten  ausgewählter Regionen Europas und der USA  auch mit sechs Kurzgeschichten bekantnter Auoren auf, die ich jedoch bis auf zwei gar nicht kenne. Die europäischen Geistersagen sind  typischer Art: Aufhocker, Hexen, auf Erlösung hoffende Gespenster, Poltergeister, versteckte Schätze. Interessanter wird es erst, wenn man lesend über den Kanal und dann den "großen Teich" springt, hier sind die Sagen und Mythen verschiedenartiger.



Schreckhupferl

Gespenstergeschichten

Spukgeschichten
Das Buch Spukgeschichten hat viele Illustrationen aus der Feder von Robert Holzach



Donnerstag, 12. März 2020

Kaum zu fassen: ich habe mir einen neuen Asterix zugelegt!


s ist bereits viele Jahre her, daß ich ein Asterix-Album gekauft hatte. Ab Maestria  ging die Lust allmählich  flöten. Der letzte Band war Asterix plaudert aus der Schule (Heftnummer 32, 2006). Nach der Lektüre von Nummer 31, Asterix und Latraviata, dachte ich mir, das war es, die Geschichen werden immer mieser. Band 32 war noch ein letztes Higlight. Aufmerksam auf die neuen hefte wurde ich erst wieder durch eine Rezension  in Facebook. Spontan kaufte ich mir Band 37, Asterix in Italien. es ist schade, daß die Zählung in römischen Zahlen nicht beibehalten wurde, das war ein kleiner Gag am Rande. Leider fällt auf, daß die neuen Macher der Asterix-Geschichten neuzeitliche Ansichten und Gesellschaftsformen einfügen, wie etwa die jeglichen Kapitalismus ablehnenden frühen Russen. Lehrreich ist, daß der italienische Stiefel im Grunde ein Vielvölkerstaat war. Die Umbrier waren noch etwas aufmüpfig. Kleine Witze nebenbei wie "Hast du den schiefen Turm gesehen?" oder der Beginn der Siedlung Venedig machten schon Lust, weiterzulesen. Unter den römischen Zuschauern fielen einige Figruen aus früheren Geschichten auf, so etwa Claudis Überflus aus  Die Lorbeeren des Cäsar.   Alles in allem ist der Band ganz in Ordnung. Ich werde mir wohl noch Band 36 zulegen. Die Alben 33-35 und 38 wurden von den meisten Lesern ziemlich zerrissen, darum  lasse ich die Finger  von ihnen, ich kaufe sie auch nicht, um aus Prinzip die Sammlung zu vervollständigen. "Man muß nicht alles haben" ist für bibliophile Wesen eine echte Herausforderung. 
Meine Asterix-Sammlung besteht nur aus Erstausgaben, die reichlich zerlesen sind. Gerade noch "Akzeptabel" sind mithin die meisten, oft schon darunter, "Gut" manche, "Sehr gut" nur die neuesten. Natürlich habe ich auch zwei in fränkischem Dialekt.

Mittlerweile habe ich DOCH noch die Bände  35 (Asterix bei den Pikten) und 36 (Der Papyrus des Cäsar) gekauft, soooo schlimm sind  sie nun doch nicht. aber damit ist nun auch ein Ende mit Asterix und Obelix in meinem Comicregal.




                                                        
                      

Sonntag, 1. März 2020

Lese, werde lesen, habe gelesen

as ich derzeit lese (neben einer Biographie eines rumänischen Kavallerieoffiziers 1941/1942 auf der Krim): Es kommt tatsächlich bei mir nicht oft vor, daß ich einen Roman lese. Als Kurzgeschichtenfreak habe ich mir angewöhnt, Abschnitt für Abschnitt als solche  anzusehen, um voranzukommen. Das Buch von Ellis wurde vom Rezensenten Egmont bei Amazon schön beschrieben:
"Der Roman beschreibt die Flucht einer Gruppe von fünf weihnachtsmüden Städtern auf eine Insel der Hebriden, wo die Reisenden, auf eine Zeitungsannonce hin, als Gäste eines kleinen Wirtshauses, die Feiertage verbringen.
Gemeinsam ist den Weihnachtsflüchtlingen, bei aller Verschiedenheit, eine private Geschichte von Verlust oder Enttäuschung, der jeder einzelne von ihnen auf seine eigene Weise begegnet.
„Das Gasthaus am Ende der Welt”, erzählt seine düstere und von einer überwiegend resignativen Grundstimmung getragene Geschichte als ein literarisches Drama mit Fantasy-Elementen, das Motive der mythischen Selkie-Legende in seine Story einfließen lässt und so der Grundfabel um seine fünf deprimierten Weihnachtsflüchtlinge noch weitere Bedeutungsebenen erschließt.
Die Autorin kommt der emotionalen Leere und dem Suchen ihrer Hauptfiguren nahe, ohne sentimental zu werden. Der Leser fühlt mit dem Schicksal der Protagonisten, auch wenn wohl keiner von ihnen wirklich als Identifikationsfigur taugt, denn dafür wirken die fünf Reisenden einfach zu exzentrisch und ihr Schicksal zu außergewöhnlich.
Die Geschichte ist von einem Grundton der Schwermut getragen, deren Gegenpol das vitale, unterschwellig erotische, aber auch gespenstisch-geheimnisvolle Leben der Selkies darstellt, Geisterwesen, deren Existenz sich, der Legende nach, dem Tod durch Ertrinken verdankt.
Diese Melancholie und ihre Verbindung zum erlösenden Moment der übersinnlichen Selkie-Legende, einem heidnischen Motiv, dass wahrscheinlich für die streng religiöse Autorin des Romans, Alice Thomas Ellis, auch ein Spiel mit religiösen Bildern von Tod und Auferstehung war, ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Der Roman zeigt Menschen in verschiedenen Stadien einer eingestandenen oder geleugneten Verzweiflung, hinterlässt eher Nachdenklichkeit als gute Laune und bietet eine vergleichsweise anspruchsvolle Lektüre." (18.12.2014)

Die frühe 19. Jahrhundert, für mich geprägt durch Goethe und die napoleonischen Kriege, ist eines meiner Hauptinteressengebiete geworden. Mit Napoleon und seine Zeit habe ich ein nettes Schmankerl gefunden, das, wie ich beim Überfliegen sah, einiges Unbekannte bis wenig Bekannte  für mich in sich birgt.


Das Original von 1990
Was ich diesen März lesen möchte: es ist schon eine unterschiedliche Meute, die meiner Hände und Augen Aufmerksamkeit verlangt.
Der Comic um ein Detektivduo namens Pik-As ist Teil Zwei eines Falles, den ich nochmal lesen muß, um wieder in die Geschichte zu finden, so lange ist die Lektüre her. Leider hat der Zeichner gewechselt, der neue sagt mir nicht unbedingt zu.

Die 73. Infanterie-Division der Wehrmacht war eine rein fränkische. Viele Würzburger, Kitzinger und Nürnberger sowie  Bewohner der jeweiligen Landkreise waren darin vereint. Aufmerksam darauf wurde ich durch die Biographie eines Unteroffiziers namens Peter Sturm, der im III. Bataillon/ IR 170 gedient hatte. Leider ist sie zeitlich recht lückenhaft und durcheinander in der Reihe Landser erschienen, was seine Erinnerungen vom Wert her anch außen hin  schmälerte, denn es ist bekannt, daß in der Landser-Reihe einige Autoren  aren, die den Krieg verherrlichten oder frei erfundene Geschichten verbreiteten. das schadete den seriösen Schreibern immens. 

Die Volksgemeinschaft gehörte zu den zentralen Propagandaformeln des NS-Regimes und war unzweifelhaft ein Leitbegriff des Nationalsozialismus. Er verhieß soziale Gemeinschaft, politische Einheit sowie den Abbau von Klassen- und Standesschranken und förderte auf diese Weise die Popularität der NS-Herrschaft. Er setzte nach 1933 soziale Schubkräfte frei, mobilisierte die Bevölkerung und trug zum wachsenden Konsens mit dem NS-Regime bei.
Was aber verstanden die Nationalsozialisten unter "Volksgemeinschaft", und welche Rolle spielte dieser Begriff in der gesellschaftlichen Praxis des Regimes? Oft wird er mit sozialer Gleichheit in Verbindung gebracht und damit gründlich missverstanden, weil nämlich Ungleichheiten für die nationalsozialistische Volksgemeinschaft konstitutiv waren. Auch taugt er nicht als statische Kategorie der Gesellschaftsanalyse, weil die politische Kraft der "Volksgemeinschaft" in der Verheißung und Mobilisierung, aber nicht der Feststellung eines sozialen Ist-Zustandes lag.
Die  zehn Beiträge des vorliegenden Bandes behandeln die Wirkungsmächtigkeit der "Volksgemeinschaft" in der sozialen Praxis. Sie gehen der Frage nach, worin sich die NS-Volksgemeinschaft in Konzeption und Praxis von anderen Vorstellungen politischer Gemeinschaftlichkeit unterschied und wie sie im Alltag des Regimes hergestellt wurde: bei der Ausgrenzung "Fremdvölkischer", bei der Mobilisierung von Millionen Männern und Frauen im NS-Organisationskosmos oder der Rüstungswirtschaft, bei der Regelung selbst kleinster Detailfragen wie dem Zugang zu Bunkerplätzen im Bombenkrieg. Kurz gesagt: Hätte das deutsche Volk nicht nach Willen der NS-Herscher funktioniert, wäre vieles anders gekommen.


Als Katzenfreund habe ich mir endlich aus der süßen Reihe Kleine Bettlektüre ein entsprechendes Büchlein mit vielen kleinen Geschichten zugelegt. 
Drei Hefte aus meiner persönlichen "Was ist was"-Reihe für Erwachsene, Wald - Jüdisches Leben - 20er Jahre,  von Geo, Spiegel Geschichte und Zeit Geschichte wollen auch gelesen sein. Über die Zwanziger weiß ich tatsächlich außer dem üblichen Allgemeinwissen und ein paar weiteren kleinen Ereignisfenstern recht wenig, das möchte ich ändern. 

Dann ist da noch ein großformatiges umfangeiches Buch über die chinesische Mauer, einem Bauwerk, das viele, so auch mich, faszniert und aus dem Verlag für Amerikanistik eine Abhandlung über die Armee der Südstaaten 1861-1865 (auf das ich lange gewartet habe). 









Was ich gelesen habe, war zwar weitaus mehr, aber diese Comicreihe um einen schwarzen Marshal, 1875 ff., beendruckt mich, weswegen ich sie kurz vorstellen möchte. Bevor ich die ersten zwei Bände kaufte, informierte ich mich über Autoren und Thema, Weil ich herausfand, daß die Hauptperson einen realen Hintergrund hat, nämlich Bass Reeves, der von 1838 bis 1910 lebte, griff ich zu. Eine sehr brutale Serie, Inzest, Homosexualität, Farmer, die Vorbeikommende töten und ausplündern, Leben, die wenig wert waren und Spannung von der ersten bis zur letzten Seite, oft nach wahren Ereignissen.




Comic-Reeves und der reale Reeves.







Sonntag, 9. Februar 2020

Satansbraten à la carte

it der Nummer 59 der Reihe Vampir Horror Stories Taschenbücher, Satansbraten à la carte, habe ich ein relativ fades Buch bekommen. Abgesehen von Robert Blochs The Cheaters und  The shunned house von Lovecraft, beide Geschichten sind mir bereits bekannt, ist nichts darin, was mich sonderlich vom Hocker haut. Die anderen vier Autoren -  zwei machten eine Gemeinschaftsarbeit: Vaters Vampir bzw. Father`s vampire, die ganz amüsant ist - sind mir gänzlich unbekannt.
Das Originalbuch hieß Satanic Omnibus und hatte das selbe Buchcover, allerdings auch mehr Geschichten. Die deutsche Version unterschlug wegen der Kürzung zwangsläufig auch das Vorwort von dem Herausgeber Kurt Singer.
Das Inhaltsverzeichnis nennt nicht einmal die Namen der Autoren, sondern nur die deutschen und englischen Titel der Geschichten. Auf dem Cover sind die Autoren wenigstens  in der Reihenfolge der Geschichten gelistet:
Robert Bloch
Frank Gruber
H. P. Lovecraft
Douglas Leach
Malcolm Jameson
Foto von Bilbo Bagshot
Alvin Taylor/Len J. Moffat
Mich machte es neugieirg, ob ich etwas mehr zu Lovecrafts gemiedenes Haus finden könnte, und tatsächlich gibt es ein reales Vorbild. Das Haus steht in der   135 Benefit Street, Providence/Rhode Island.  Die Situation mit der abgegrabenen Böschung und dem freiliegenden Kellerbereich ist, wie im Buch angegeben,
hier deutlich erkennbar, auch die steile Treppe zum Hauseingang entspricht Lovecrafts Beschreibung. 
Eine Buchillustration aus dem Jahr 1937ist fast identisch. hier ist das Haus nur schmäler und hat wie in der Geschichte  nur eine Tür zum ebenerdigen Keller.

Sonntag, 2. Februar 2020

Vom Überzeugten zum Enttäuschten.

dith Heuer hat die Tagebücher ihres Vaters Erich Dürr veröffentlicht. Nicht einfach so - nein, sie hat zwischen die Texte Informationen zum alltäglichen wie politischen und militärischen Geschehen im Dritten Reich hinzugefügt. Viele Gedanken ihres Vaters werden dadurch verständlicher, intensiver, nachdenklich machend. Eingestreut sind auch vergebliche Attentatsversuche auf Hitler und das Leben in dem Heimatdorf Dürrs, dem kleinen Ort Nehren/Landkreis Tübingen.
Dieses Buch hat mich beeindruckt. in meinen Regalen stehen viele Divisiongeschichten und Erinnerungen von Soldaten, doch dieses ist in seiner Aussagekraft eindrucksvoll genug, um die Menschen und ihr Handeln in diesen zwölf unsäglichen Jahren besser zu verstehen. Ein Buch, das man gelesen haben sollte, wenn man sich für die Zeit des Dritten Reiches interessiert.

Das Fazit des einst willfährigen und infiltrierten Mitläufers und für seine Zeit typischen Deutschen (Jungvolk - HJ - RAD - Wehrmacht) des NS-Regimes ist am Ende:
"Wie hat man uns mißbraucht!" 

Seine militärischen Aufenthalte, vom Unteroffizier bis zum Oberfeldwebel in einer Funkstaffelwaren Rußland und ein kurzes Intermezzo an der Westfront bei:
1937 - September 1944 25. Infaneriedivision/Infanterieregiment 35/I. Bataillon
5.10.1944 - 30. 10. 1944 Panzerbrigade 111 (bald nach der Aufstellung aufgelöst)
30.10.1944 - 5.12.1944 11. Panzerdivision/Panzeraufklärungssabt. 11 
7.12.1944 - 3.5.1944  25. Panzergrenadierdivision/35. Panzergrenadierregiment/I. Bataillon (wieder bei seiner alten Einheit,bis auf wenige Ausnahmen lauter fremde Gesichter)
Besonders in der zweiten Hälfte des Jahres 1944 und dann 1945 fiel ihm auf, wie widersinnig viele Befehle und Anordnungen waren. Die Soldaten wurden in sinnlosen Angriffen und Durchhalteaktionen verheizt.

 Wie verblendet man damals doch war, so einem "Führer" zuzujubeln:
Hitler zu den dänischen Außenminister Erik Julius Christian Scavenius und dem kroatischen Außenminister Lorković,  27.11.1941(!)
27. November 1941

Quelle: https://www.dieterwunderlich.de/Haffner_Hitler.htm (c) Dieter Wunderlich
"Ich bin auch hier eiskalt. Wenn das deutsche Volk einmal nicht mehr stark und opferbereit genug ist, sein eigenes Blut für seine Existenz einzusetzen, so soll es vergehen und von einer anderen, stärkeren Macht vernichtet werden […] Ich werde dann dem deutschen Volk keine Träne nachweinen."
 

Samstag, 25. Januar 2020

"Jer" Band 37 Die Bestie

ermanns Dauerserie Jeremiah, die einst 1988 (deutsche Ausgabe) bzw. 1979  mit Die Nacht der Adler begann, wirkt auf mich mit diesem neuen Band, als liefe es allmählich auf ein Ende zu.  Der Vorgänger, Nr 36, hatte bereits schlechte Rezensionen (das Heft fehlt mir leider noch).
Der Plot von Die Bestie ist schnell erzählt: Jeremiah und Kurdy geraten in eine Auseinandersetzung zwischen Schafhaltern und  einem skrupellosen profitgierigen Herrn, der seine Schlägertrupps und ab und zu einen speziellen Wolf auf sie losläßt. Die ansonsten tiefe Bindung und das Zusammenspiel zwischen den beiden Hauptfiguren ist diesmal kaum zu spüren. Man kann es ein Nebeneinander aus Gewohnheit nennen.. Während Jer sich entgegen seiner Gewohnheit fast nur um sich selbst kümmert und meistens mit einer Schäferin im Bett liegt, macht sich Kurdy auf, um unter den "Wölfen", den Feinden der Schäfer, aufzuräumen. Wird Jer auf seinen Freund Kurdy angesprochen, antwortet er merkwürdig einsilbig, fast schon abfällig. Ist das der Beginn einer allmählichen Trennung? "Kurdy verstehen? Er trägt einen Helm mit Feder und manchmal einen BH ... vergiß es."
Ich sollte Band 36, sobald ich ihn habe, besonders genau lesen. Vielleicht finde ich den "Knacks"?

Alles in allem nichts Neues, etwas blaß in der Geschichte. 

 
Am Ende stehen Jer und Kurdy auf einem fast mittelalterlich anmutenden Schlachtfeld. Aufmerksame Leser sollten dieses Leichenfeld mit dem Feld der toten Schafe auf Seite 24 vergleichen. 
 

 Hermann hat derzeit ein neues Westernprojekt: Duke. Hier ist bereits Band 3 erschienen. wird das seine neue Hauptserie? 

Die "Jeremiahs" umfassen nun zweieinhalb Zeitschriftenordner.